Morphogenese

Mitogenetische Strahlen und morphogenetische Felder.
Die mythogene Biologie des Aleksandr Gavrilovi
č Gurvič

in:
Strahlen sehen. Zu einer Ästhetik des Emanativen (hg. Roland Innerhofer, Rebecca Schönsee), Wien (new academic press) (erscheint Herbst 2014).
Das Denken des russischen Biologen Alekandr G. Gurvič hat zwei Register: Morphogenese und Mitogenese. Beide gehen von der Umgebung des Organismus statt einem festgelegten Programm aus: von morphogenetische Feldern oder mitogenetischen Strahlen. Das im 20. Jahrhundert lange umstrittene Feld biologischer Strahlung wurde eine Säule sowjetischer Wissenschaftspolitik bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Pythagoreismus“
in: Tumult. Schriften zur Verkehrswissenschaft, Nummer 40: Friedrich Kittler. Technik oder Kunst? (hg. Walter Seitter, Michaela Ott), Wetzlar 2012, S. 57 – 69.
Die Frage nach dem Zusammenhang von Zahl und Musik in dem Werk des Nobelpreisträgers und Entdeckers der Proteinfaltungs–Gesetze, Christian B. Anfinsens, wird zum Anlaß, über die Rolle der Zahl überhaupt in der Biologie nachzudenken.

Contenant Contenu. Anordnungen des Enthaltens“
in:
Das Motiv der Kästchenwahl: Container in Psychoanalyse, Kunst, Kultur. Psychoanalytische Blätter 31 (hg. Insa Härtel, Olaf Knellessen), Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2012, S. 133 – 153.
Der Beitrag geht von der philosophischen Dichotomie des Raums als Behälter und des Raums der Topologie aus. Er zeichnet den topos-Begriff in Aristoteles‘ Physik in seiner Differenz zum Raum der Neuzeit und vertritt die These, daß die Räume der Biologie (etwa bei den Amniota) der Topologie von Faltungen und Umhüllungen folgen.

Versuch über die Wölbung“
in:
wespennest. zeitschrift für brauchbare texte und bilder, Themenheft „Natur“ (hg. Erich Klein), nummer 160 vom Mai 2011, S. 73 – 79.
Eine Passage in Ossip Mandelstams Reise nach Armenien (1933), die Mandelstams enge Beziehungen zu einem Kreis junger Biologen im Moskau der 1930er Jahre feiert, nimmt Arbeiten über die Morphogenese der Kapuzinerkresse und ihre Mathematik (der Konchoide des Nikomedes) zum Ausgangspunkt für kunsttheoretische Überlegungen, die der Beitrag nachzeichnet und in der Geschichte der Biologie verortet.

Die Wabe“
in:
Faktisch. Festschrift für Friedrich Kittler (hg. Peter Berz, Annette Bitsch, Bernhard Siegert), München 2003.
Eine wissenschafts-geschichtliche Analyse von Diskursen, die sich seit Kepler rund um das Rhombendodekaeder der Bienenwaben bilden: von den mechanischen Kugelpackungen des 18. Jahrhunderts über die Kristallographie bis zur positiven Erforschung der Waben und zur Wabengenese in Maurice Maeterlincks kenntnisreicher Bienenmystik. Immer steht dabei die philosophische Frage auf dem Spiel: Wer baut die Wabe?

Seminar Humboldt-Universität Berlin WS 2004/2005
Morphogenesis I. Von Goethe bis Haeckel

Seminar Humboldt-Universität Berlin SS 2005
Morphogenesis II. Von d’Arcy Thompson bis
Alan Turing